Rezensionen "Kalle lebt gefährlich"

Kaninchen, Katze oder Kellerassel?
Natürlich brauchen Kinder Haustiere. Zum Liebhaben, Spielen und Verantwortung übernehmen. Generationen therapiebedürftiger Meerschweinchen sehen das vielleicht anders ("Den ganzen Tag alleine, dann musste ich Puppenkleider anziehen und nicht mal ne Möhre"). Und erst die Eltern. ("Wenn du heute den Stall nicht saubermachst, kommt Fuzzi eben ins Tierheim")
Dabei gibt es das ideale Haustier schon lange. So etwa seit ein paar Millionen Jahren. Und es wohnt sogar schon im Haus. Es ist klein und unkompliziert, lässt sich völlig artgerecht im Familienverband in einer Plastikschüssel halten und wenn der kindliche Sorgetrieb erloschen ist (so etwa nach 5 Tagen) geht es ganz ohne Stallhasentrauma wieder seiner verantwortungsvollen Aufgabe als Wald- und Kellermüllabfuhr nach.
Kellerasseln sind langweilig? Wer das glaubt, soll bitte mal "Kalle 5 lebt gefährlich" lesen. Spätestens nach Seite 9 "Kasimir 4 blickt angstschweißtropfensprühend aus dem Kellerfenster" weiß jeder: "Kellerasseln haben eine Seele". Und können mit fühlerreicher Gestik in Freude, Furcht und Übermut ausbrechen. Man muss halt nur genau hingucken. So wie Gisela Schartmann, die Kalle 5 und seine Familie auf Abenteuerreise geschickt hat.
Und ich habe gestern genau gesehen, dass sich Kunibert 8 wie ein Schneekönig über sein Kartoffelstückchen gefreut hat!
Kirsten Evenschor, 2010

Ein wunderbares Kinderbuch, das kleinen aber auch großen Menschen die Daseinsberechtigung von kleinen Krabbeltieren verständlich macht und somit zu einem gesunden Umgang mit unserer belebten Mitwelt beiträgt. 
Ute Reifferscheidt, 2010

Ich habe das Buch mit in den Waldorfkindergarten in Aachen genommen und zu Beginn des wöchentlichen Waldtages jeweils ein Kapitel aus dem Buch vorgelesen. Vorher frage ich die Kinder über Tiere, die sie kennen oder besitzen. Pferde, Hunde, Katzen, das ganze Programm. Aber Kellerasseln? Igitt! Aber das hat sich schnell geändert. Großen Spaß hatten die Kinder an den Texten und den Abbildungen, vor allem an der vergrößerten Kellerassel auf der dritten Seite. Ganz lustig finden sie die vielen K-Namen,wobei dann gleich viele weitere Namensvorschläge gemacht wurden. Das Lieblingswort der Kinder wurde natürlich ganz schnell das Wort Spinnenkacke. 
Sehr schön zu sehen war dann, wie es an unserem Waldplatz weiter ging. Die Kinder waren sehr aufmerksam unterwegs, auf der Suche nach Tieren auf und im Waldboden. Ständig hörte man "hier ist Kalle 5", "Ich habe Kalle 6" gefunden usw. 
Zusammen mit den Kindern habe ich mich über mehrere Wochen an die "Erforschung" der Bodentiere gemacht. Es war sehr schön zu sehen, wie ausgelöst durch Kalle 5 die Aufmerksamkeit zugenommen hat und der entsprechende Blick geschult werden konnte. 
Langer Rede kurzer Sinn, es wurde höchste Zeit, dass endlich einmal ein Buch über Kellerasseln geschrieben wurde...
Michael Zobel, 4.2.2010

Gisela Schartmann

  • Künstlerin und Illustratorin
  • Privat: Wolfhaag 21, NL-6291 NA Vaals
  • Atelier: Bergische Gasse 9, 52066 Aachen
  • Telefon: +31 43 3062386
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